Antriebstyp

Name

Göpel-Mühle in Altwindeck

Quellen

Abbildungen:
6 Fotos (Nicke, Bergische Mühlen, S. 39, 60, 378).

Literatur:
Nicke, Herbert:
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg.
Wiehl 1998.

Antriebstyp
Standort

Windeck
Deutschland

Name

Göpel-Mühle in Altwindeck

Eigentümeraddresse

Deutschland

Zustand

1998
Im Heimatmuseum Altwindeck steht eine mühlentechnische Rarität: eine Ross- bzw. Göpelmühle in einer Scheune. Ein großes Kronrad wird durch ein Pferd bzw. durch Ochsen angetrieben und greift mit seinen Holzkämmen in das Hohltrieb einer stehenden Welle, die wiederum in das Ritzel eines Mahlganges auf dem Mahlboden eingreift. Die 120-cm-Steine laufen mit einer Geschwindigkeit von 120 U/sec. Fast die gesamte Getriebe-Einrichtung sowie alle Zähne und Kämme stehen aus Holz. Diese hochinteressante Anlage, die aus dem nahen Herchen stammt, glänzt nicht nur durch ihre Kuriosität, sondern auch durch ihren guten Erhaltungsgrad; denn ab und zu wird hier tatsächlich noch gemahlen und auch gebacken. Die stehende Welle treibt mittels eines Hohlstock-Triebes, das als „Kläpper“ dient, eine Sichtmaschine, die auch eine Kuriosität bildet. Sie ist das Gehäuse eines altertümlichen Beutelwerkes aus der Irsermühle, ebenfalls Gemeinde Windeck. Es wird jedoch kein Beuteltuch mehr geschüttelt, sondern ein Drahtsieb, das Mehl und Kleie trennt. Da es kaum noch Pferde gibt, die den Dienst in einem Göpelwerk kennen und gewohnt sind und außerdem das Klappern der Sichtmaschine ertragen können, kann die Anlage auch elektrisch angetrieben werden. Der zuständige Müller ist Herr Alois Schneider aus der Irsermühle.“
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 377, 378).