Antriebstyp

Name

Mieler Mühle

Quellen

Literatur:
Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e. V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

Rheinbacher Straße
Swisttal-Miel
Deutschland

Name

Mieler Mühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

ohne Datierung
Im Dorf Miel gab es eine Wassermühle und eine Windmühle. Sie gehörten zur dortigen Burg. Ihre Geschichte wird im Archiv von Boeselager verwahrt. Die Windmühle stand südöstlich von Miel in der freien Landschaft, ungefähr 700 m von der Ortsmitte entfernt.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

1687
Älteste Urkunde über die Windmühle mit einer Beschreibung der Rechte und Pflichten von Verpächter und Pächtern.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

1780
Aus einem Pachtvertrag geht hervor, dass die Mieler Mühlen gemeinsam „mit dem Zwang“ verpachtet wurden.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

um 1780
Kostenanschlag über die Erneuerung der „herrschaftlichen Windmühle“. Er lässt Rückschlüsse auf die Bauart der Mühle zu. Darin geht es unter anderem um die Reparatur von „Umgang und Mauerwerk“ und um das „Holtz zum Thurm“. Das spricht für eine Turmwindmühle. Ein Vergleich der für diese Gewerke kalkulierten Beträge mit den Kosten für die Instandsetzung der Inneneinrichtung lässt allerdings auch den Schluss zu, dass es sich um eine Kastenmühle gehandelt hat – was bei einer Mühle aus dem 17. Jahrhundert weitab von Burg und Dorf am wahrscheinlichsten ist.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

1824
Der Rentmeister berichtet seinem Herrn, dass es in die Windmühle „überall herein regnet und der alte Müller die Löcher mit Stroh ... gestopft“ habe. Man wolle jetzt das Dach „mit Spähnen (Schindeln)“ reparieren. Damit brechen die archivierten Nachrichten ab.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

1843
In der Statistik des Regierungsbezirks Köln ist die Windmühle noch vermerkt.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).

1846
In der Uraufnahme ist die Windmühle nicht mehr vermerkt. Sie muss um diese Zeit abgebrochen worden sein.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 466).