Antriebstyp

Name

Stadtwindmühle Bonn

Quellen

Literatur:
Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e. V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

An der Windmühle
Bonn
Deutschland

Region
Name

Stadtwindmühle Bonn

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1700
Die kurfürstlichen Behörden geben dem Drängen der Stadt Bonn nach einer neuen Windmühle nach und beauftragen den Mühlenmeister Reineri aus Münstereifel, am Nordturm der Rheinfront eine zylindrische Windmühle aus Basalt und Tuff zu bauen. Die Kosten wurden auf 2.000 Taler veranschlagt. Der Turm sollte 40 Schuh (= 12,56 m) hoch werden.
Es stellte sich jedoch bald heraus, dass an diesem Standort nur bei östlichen und nördlichen Winden gemahlen werden konnte, die Mühle mithin die meiste Zeit still stand. Die Planer hätten das eigentlich wissen müssen, wenn sie sich vorher die vielen Mauerturm-Mühlen in den alten rheinischen Städten angesehen hätten, die sich dort immer an deren Westseite befanden.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 457, 459).

1760
Der Turm der Windmühle wird in Feldbrandsteinen um 20 Schuh aufgestockt.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S, 459).

1809
Nach der Säkularisation wird die Mühle 1809 öffentlich versteigert und geht an den Kölner Bankier Schaaffhausen.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 459).

bis um 1870
Die Stadtwindmühle Bonn ist bis um 1870 in Betrieb.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 459).

1873
Die Stadt Bonn erwirbt das Anwesen, weil es der Stadtplanung im Wege ist. Die Ausstattung der Mühle kann man in der öffentlichen Ausschreibung zum Verkauf der Inneneinrichtung nachlesen. Angeboten wurden: ein Gerstenschälgang, ein Roggen- und ein Weizenschrotgang sowie ein Lohmahlgang.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 459).

1879
Abbruch der Stadtwindmühle, der sich entgegen einiger Sicherheitsbedenken wegen der nahen Kliniken nur mit Dynamit bewerkstelligen lässt. Immerhin war das Mauerwerk unten zwei Meter dick, gegen das man mit der Spitzhacke nichts anhaben kann. Das Abbruchgestein diente zur Auffüllung des Rheinwerfts.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 459).

Zustand

2005
Heute befindet sich dort, wo die kurfürstliche Stadtmühle gestanden hat, die Beethovenhalle.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 459).