Antriebstyp

Name

Windmühle Langel = Ippens Mühle (Langel) = Langeler Mühle

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Landeskonservator Rheinland, Denkmälerverzeichnis 12.6., S. 29).

Literatur:
Landeskonservator Rheinland (Hrsg.):
Denkmälerverzeichnis 12.6. Köln, Stadtbezirk 7 und 8 (Porz und Kalk).
Köln 1980.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e. V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

Loorweg 20
Köln-Langel
Deutschland

Region
Name

Windmühle Langel = Ippens Mühle (Langel) = Langeler Mühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1586
Erste Erwähnung eines Windmüllers namens Weinandt in den Kirchenbüchern in Langel; Weinandt war Pächter der Herzoglich Bergischen Windmühle, die zum herrschaftlichen Jungmüllerhof gehörte.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

16. Jahrhundert
Das Anwesen spielt mehrfach bei Verpfändungen eine Rolle
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

16. Jahrhundert
Bau der Langeler Mühle; sie ist bis zum Bau der Porzer Windmühle alleinige Bannmühle des Bergischen Amtes Porz für die acht Rheindörfer zwischen Westhoven und Lülsdorf
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 442, 445).

1626
Erwähnung der Familie Bornheim als Pächterin
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1771/1772
Errichtung der Windmühle in Porz durch die Bergische Hofkammer zu Düsseldorf, um den weitab im Norden wohnenden Zwangsgenossen der Langeler Mühle den Weg zur Mühle zu verkürzen. Dem Müller in Langel wurde die Kontrolle über die Beachtung der Banngerechtsame übertragen; zudem sollte er für die gerechte Aufteilung der zwangbaren Ortschaften auf die beiden Mühlen sorgen. Die am weitesten entfernt gelegenen Dörfer Ensen und Westhoven wurden schließlich der Porzer Mühle zugeschlagen.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 442).

bis 1774
Pächterin: Familie Bornheim; ihr folgt Heinrich Mülhens
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1798
Pächter: Paul Broicher
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

um 1800
Ersetzung der bisherigen Bockwindmühle durch eine Holländermühle aus Backstein in Broichers Pachtzeit. Lage: etwas weiter an derselben Straße auf der Terrassenkante und ist von einem Erdwall umgeben.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

19. Jahrhundert
Bau der Turmwindmühle
(Landeskonservator Rheinland, Denkmälerverzeichnis 12.6., S. 28).

1822
Kauf der Windmühle durch Broicher und sein Schwager Bornheim für 2.500 Taler.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1843
Bornheim, inzwischen Alleineigentümer, verkauft den Betrieb an Johann Ippen aus Kierberg bei Brühl
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1884
Die Mühle brennt bei einem Gewittersturm völlig aus; anschließend wird der Mahlbetrieb mit Dampfantrieb durch Ippen und seinen Schwiegersohn Carl Drosse fortgesetzt
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1905
Der Dampfkessel versagt, der Betrieb wird eingestellt
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

nach dem 2. Weltkrieg
Der verfallene Turm wird restauriert und zu einer Wohnung mit einer verglasten Aussichtskanzel umgebaut
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1980
Nur noch Mühlenstumpf erhalten, Backsteinmauerwerk; im Denkmälerverzeichnis als „ehemalige Windmühle“ bezeichnet
(Landeskonservator Rheinland, Denkmälerverzeichnis 12.6., S. 28).

Zustand

2005
Wohnung mit einer verglasten Aussichtskanzel
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).