Antriebstyp

Name

Stellershammer

Quellen

Abbildungen:
1 großformatige Planzeichnung
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).
15 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).
1 Karte (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

Quellen:
Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Müllershammer.

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe.

Literatur:
Nicke, Herbert:
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg.
Wiehl 1998.

Antriebstyp
Standort

Deutschland

Gewässer
Name

Stellershammer

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

Anfang 18. Jahrhundert
Bau des Hammers
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

ohne Datierung
Der Hammer gehörte zuerst Gustav Osberghaus
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

ohne Datierung
Der Stellershammer gelangt in den Besitz von Dörrenberg
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

1752
Reidemeister Dietrich Wilhelm Höver betreibt im Leppetal 2 Hämmer; Produktion von Stabeisen und Pflugteilen; Roheisenbezug aus dem Siegerland; Holzkohle aus heimischem Buchenholz; Transport der Erzeugnisse mit Ziehkarre zum Bahnhof Gimborn der Kleinbahn Engelskirchen – Marienheide
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1752
Der Reidemeister Dietrich Wilhelm Höver betrieb im Leppetal zwei Eisenhämmer, zu denen auch der Stellershammer zu zählen ist; Roheisen wurde aus dem Siegerland bezogen, während zum Betrieb der Essen heimische Holzkohle verwendet wurde. Produziert wurden Stabeisen und Pflugteile. Der Transport erfolgte im 19. Jahrhundert durch die direkt am Hammer vorbeiführende Kleinbahn Engelskirchen – Marienheide.
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

vor 1755
Erwähnung des Stellershammer bei von Steinen
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

vor 1755
Ursprünge des Hammers
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

18. Jahrhundert
Errichtung des Stellershammers
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

1782
Ch. Steller besitzt den Stellershammer; von diesem erhielt der Hammer seinen Namen
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

1782
Erwähnung; Christoph Steller
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

Anfang 19. Jahrhundert
Bau des 1982 noch erhaltenen Hammergebäudes
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

1832
Darstellung im Urkataster
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1887
Erwähnung; die Firma Dörrenberg beschwert sich, dass durch die Wollreißerei des Müllershammers die Arbeiter des Stellershammers das Wasser nicht mehr als Trinkwasser benutzten könnten
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Müllershammer).

1905
Brüder Carl und Christoph Höver gründen Hammerwerk
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1917
Firma Höver erwirbt das Gelände mit den Kulbacher Hämmern bei Kaiserau unterhalb des Stellershammers (jetziges Werksgelände)
Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1937
Christoph Höver scheidet mit seinem Sohn Ernst aus, um am wenige 100 Meter entfernten Stellershammer einen eigenen Betrieb zu gründen; Spezialisierung auf Meißelstähle für Metall- und Steinbearbeitung; Flachstähle für Radreifen, Fertigprodukte wie Kipp- und Steinspalthämmer; Produkte wurden mit Ziehkarre um Bahnhof Gimborn der Kleinbahn Engelskirchen – Marienheide geschafft, von dort in die umliegenden Steinbrüche, Bauunternehmungen und Gruben
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1953
Stilllegung; bis dahin: Pflugteile, Stabstahl
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1953
Stilllegung der Anlage
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

1955
Tod von Christoph Höver; im Werk: Präzisonsedelstahlteile, nahtlose Ringe, Teile für Chemieanlagenbau und Petrochemie
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1973
Renovierung und Wiederherstellung des Stellershammers; manchmal werden Wahlscheids- und Stellershammer miteinander verwechselt oder auch für einen einzigen Betrieb gehalten, da sie so nahe beieinander lagen.
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

1974 - 1978
Der heutige Seniorchef Paul Höver entschließt sich, den Hammer nicht an das Freilichtmuseum in Hagen abzugeben; Instandsetzung 100.000 DM, davon 70.000 DM aus Denkmalmitteln; Erneuerung der Eichenwelle aus 150 Jahre altem Holz; Erneuerung des Wasserrades
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Leppe).

1982
denkmalpflegerische Aufnahme
ehemaliger Eisenhammer mit Wasserradantrieb zur Stahlherstellung; noch betriebsfähig; Innen- und Außenanlagen restauriert; im Bruchsteingebäude des Hammerwerkes befindet sich zusätzlich noch eine Schmiede
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

1990
denkmalpflegerische Zustandsbeschreibung
Das ca. 10 x 8 m große, eingeschossige Hammergebäude wurde in Fachwerk mit Ziegelsteinausfachungen und Bruchstein errichtet. Zum Antrieb der Hammerwelle (5,0 m Länge, 0,90 m Durchmesser) mit Schwanzhammer dient ein oberschlächtiges Wasserrad. Ein zweites Wasserrad an der gleichen Traufseite, ursprünglich wohl zur Winderzeugung für eine Esse verwendet, treibt einen Schleifstein. Der aus Bruchstein mit Ziegeln erbaute Kamin für diese Esse ist außen an die Traufwand angesetzt und erhebt sich über einem segmentbogig gemauerten, kurzen Kanal zwischen den beiden Wasserrädern. Eine zweite aus Bruchstein und Ziegeln gemauerte Esse befindet sich an der anderen Traufwand im Inneren des Gebäudes. Zwischen den beiden Essen steht der Amboss.
Westlich des Hammers erstreckt sich ein ursprünglich wohl breiterer, heute langgestreckter Stauteich, der durch einen bis zum Müllershammer reichenden Obergraben mit Wasser von der Leppe versorgt wird. Nachdem das Wasser des Stauteiches über eine Schützanlage auf die Wasserräder des Stellershammers geleitet wurde, gelangt es über einen Untergraben wieder in die Leppe. Eine zweite Schützanlage dient als Überlauf und zur Regulierung für das Wasser im Stauteich.
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Hammerwerke, Akte Stellershammer).

1998
Der Stellershammer gehört zu „Höverstahl“
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 298).

Zustand

1998
Komplette Anlage mit Wasseranlage, Gebäude, Wasserrad und Getriebe mit Werk sind erhalten, aber nicht unbedingt funktionstüchtig
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 133, 298).