Antriebstyp

Name

Hammermühle Overath = Unterachermühle

Quellen

Literatur:
Nicke, Herbert:
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg.
Wiehl 1998.

Antriebstyp
Standort

Overath
Deutschland

Gewässer
Name

Hammermühle Overath = Unterachermühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

ohne Datierung
Zwangmühle
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 274).

1667, 12. November
Herzog Pfalzgraf Philipp Wilhelm gibt dem Johann Adolf Freiherrn von Wylich zu Großbernsau die Erlaubnis zum Bau einer Eisenhütte mit Hammerwerk nahe der Großbernsauer Mühle. Dazu darf er den Graben dieser Mühle in Richtung Overath verlängern. Sogleich gab es Einsprüche und Beschwerden der Besitzer von Altbernsau. Das Erz für die Hütte kommt aus dem nahe gelegenen Kaltenbacher Erzrevier an der Ostgrenze des Herzogtums Berg
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 274).

1719
Die Hammermühle wird nach mehrjährigem Stillstand neu verpachtet
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 274).

1769
Erwähnung der Hammermühle, die manchmal auch „Unterachermühle“ genannt wird
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 274, 275).

Mitte 18. Jahrhundert
Aufgabe des Hammerwerks zugunsten einer Getreidemühle
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1806
Aufhebung des Mühlenzwangs, dadurch finanzielle Schwierigkeiten
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1880
Beginn des Aufschwungs
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1885 - 1888
Eintrag im Adressbuch: Besitzer: J. Schumacher
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1895
Entstehung eines Sägewerks
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1910
Die Mühle beginnt mit der Elektrizitätserzeugung und übernimmt so die erste öffentliche Stromversorgung in Overath; sie war nacheinander also Getreide- und Öl-, Hammer-, Getreide-, Sägemühle und schließlich E-Werk
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

1913
Die Mühle übernimmt die Stromversorgung für Marialinden
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).

Zustand

1998
Nur noch das Wohnhaus und Teile des Grabens sind vorhanden. Der Name Hammermühle wird für das an ihrer Stelle befindliche Industriegebiet verwendet.
(Nicke, Bergische Mühlen, S. 275).