Antriebstyp

Name

Stommelner Windmühle

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 181).
3 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).
1 Foto (Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 174 – Pfingsten 1998).
16 Fotos, davon 2 als Kopie (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Windmühlen, Akte Windmühle Pulheim-Stommeln).
2 Fotos (Sommer, S. 272, 273).

Quellen:
Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 174 v. Pfingsten 1998.

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommelerbusch, Stommeln.

Literatur:
Heidenbluth, Daniel:
Mühlenforschung. Mühlen der Erhaltungskategorie A.
Köln 2000.
(Manuskript, Exemplar im Kreisarchiv des Rhein-Erft-Kreises, Bergheim).

Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e. V.).
Krefeld 2005.

Wiesemann, Jan:
Rund um Köln, Bd. 1: Der Westen: Kölner und Jülicher Land.
Bonn 1991.

Antriebstyp
Standort

Mühlenweg 13
Pulheim-Stommeln
Deutschland

Name

Stommelner Windmühle

Eigentümeraddresse

2000: Familie Krämer (Heidenbluth, Mühlenforschung, Mühlen der Erhaltungskategorie A, Stommelner Turmwindmühle)2005: Familie Kamp / Krämer(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 419).
Deutschland

Geschichte

seit 1503
Standort einer Bockwindmühle
(Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 181).

1503
An dieser Stelle ist eine Windmühle urkundlich belegt; Besitz des Herzogs von Jülich
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).

1503
Erwähnung einer Bockwindmühle; Herzog Wilhelm von Jülich hatte von einem Ritter Galen 400 Goldgulden geliehen und diesem dafür die Einkünfte aus „seiner fürstlichen gnaden wyntmoelen zu Stommell“ und Pulheim abgetreten.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 417).

1548
Tilgung der Schuld von 1503; Herzog Wilhelm von Jülich vergibt die Mühle der Gemeinde als Pächterin.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 417).

ab 1571
Pächter: Gemeinde Stommeln
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).

1571
Nach der Wiedereinlösung des Darlehns ist die Gemeinde als Erbpächterin genannt – offenbar für den Fall, dass sie sich in ihrer Pächtereigenschaft selbst einmal „beerben“ sollte. Als Gegenleistung hatte sie die Mühle zu unterhalten und dem Herzog 30 Malter Roggen als Jahrespacht zu liefern. Weitere 8 Malter Roggen mussten jedes Jahr an die Ortsarmen abgegeben werden, verteilt auf die hohen Feiertage und unter strenger Aufsicht. Das dauerte bis zum Einzug der Franzosen 1794.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 417, 419).

1704
Neubau der Mühle; es wird wiederum eine Kastenmühle gebaut
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 419).

ab 1794
Stommelner Windmühle geht nach dem Einmarsch der Franzosen in den Besitz der Gemeinde Stommeln über
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln – in der Vorlage fälschlich Jahreszahl 1894!)

1794
Die Franzosen beschlagnahmen die Stommelner Windmühle, kann aber von der Gemeinde zu Eigentum erworben werden.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 419).

1822
Anzeige: Die der Gemeinde Stommeln zugehörige Windmühle soll verpachtet werden
(Sommer, S. 273).

1830
Erwähnung einer Windmühle in Stommeln
(Sommer, S. 273).

1860
Die Gemeinde Stommeln erhält die Konzession, auf dem Mühlenberg eine neue Windmühle zu bauen
(Sommer, S. 273).

1860
Bau der heutigen Kappenwindmühle
(Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 181).
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).

1860
Bau der heutigen Windmühle, diesmal in holländischer Bauweise und ganz aus Stein; über der Einfahrt befindet sich ein Wappenstein mit dem Jülicher Löwen. Die Windmühle bleibt eine Gemeindemühle.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 417, 419).

1864
Erteilung der Bauerlaubnis für die neue Mühle
(Sommer, S. 273).

1889
Turmwindmühle; Besitzerin: Gemeinde Stommeln; 1 Arbeiter
(Sommer, S. 273).

1909
Turmwindmühlensignatur in topografischer Karte
(Sommer, S. 273).

1936
Beendigung des Pachtbetriebs, Verkauf der Mühle
(Sommer, S. 273).

seit 1936
nicht mehr genutzt
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).

1936
Verkauf der Mühle an Winand Griesbach, der sie wenig später an Peter Kamp veräußert.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 419).

etwa 1980er Jahre
Stilllegung
(Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 181).

1988
denkmalpflegerische Aufnahme
Backsteinwindmühle mit 3-geschossig angeordneten, rundbogigen Fensteröffnungen und rundbogigem Eingang; im Mühlenhügel stichbogige Toreinfahrt mit in darüber liegendem Backsteinmauerwerk eingebundenem Wappen. Windmühlenflügel erhalten.
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Stommeln).

wenige Jahre vor 2005
Stilllegung
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 419).

Zustand

2000
Ventikantenflügel aus Aluminium erhalten; Mühlenmuseum mit dem Getriebe der untergegangenen Wassermühle Harff
(Heidenbluth, Mühlenforschung, Mühlen der Erhaltungskategorie A, Stommelner Turmwindmühle).