Antriebstyp

Name

Kasterer Mühle

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Vogt, Wassermühlenführer, S. 164).
6 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).
3 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Bedburger Mühle).
1 Plan (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Mühle Kaster).
1 Foto (Sommer, S. 271).

Quellen:
Archiv des Erftverbands, Akte 411/0: Mühlen Generalia 1867-1923.

Archiv des Erftverbands, Mühlen Wasserbuch (ohne Signatur – Altsignatur: II VB 71.551).

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Mühle Kaster.

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, K-Ki

Literatur:
Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Vogt, Hans:
Niederrheinischer Wassermühlenführer.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.)
Kleve, 2. Aufl. 1999.

Zimmermann, Josef:
Bodenkultur und Landschaft der Erftniederung.
(= Bonner Geographische Abhandlungen, Heft 3).
Bonn 1941.

Antriebstyp
Standort

Mühlenstraße 25
Bedburg
Deutschland

Gewässer
Name

Kasterer Mühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1384
Erwähnung als Herzoglich Jülich’sche Kameralmühle anlässlich einer Neuverpachtung; der Bannbezirk umfasste einen erheblich Teil des Amtes Kaster; wahrscheinlich hat die Mühle bereits schon lange vorher bestanden
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 166).

1384
Erwähnung als herzogliche Kameralmühle (bislang erste bekannte Erwähnung)
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).

1398/1399
Aus der ältesten bekannten Rentmeister-Rechnung Jülichs weiß man, dass die Mühle damals drei Wochen lang wegen Reparaturarbeiten still gelegen hat; dem Pächter waren deswegen 15 Malter Roggen an Pacht nachgelassen worden
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

1399
vermutlich Bau der Ölmühle auf der gegenüberliegenden Erftseite
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

1547
Neubau, für den 136.000 Ziegelsteine benötigt wurden. Der Bau ersetzte das alte – offenbar in Fachwerk ausgeführte – Gebäude der Kornmühle, das etwas weiter ab vom Erfttor stand, und das der kleineren Ölmühle von wahrscheinlich 1399 auf der gegenüberliegenden Erftseite
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

1624
Stadtbrand
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).

1626
Kasterer Mühle fällt einem Brand zum Opfer; dies ereignete sich häufig in Mühlen – vor allem, wenn Mehl und Öl im gleichen Gebäude produziert wurden, wie hier
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

1626
Bau des heutigen Mühlenhauses
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).
(Sommer, S. 272).

ohne Datierung
Wiederaufbau der Kasterer Mühle
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).

1837
Besitzer: Arnold Kratz
(Sommer, S. 272).

19. Jahrhundert
Umbau
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).

1911
Besitzer: Moll
(Sommer, S. 272).

ca. 1920
Müllersfamilie P. Offergeld
(Sommer, S. 272).

1961
Stilllegung
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

nach 1980
Restaurierung des Gebäudes, Umbau zu Wohnungen
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 167).

1983
denkmalpflegerische Aufnahme
Das 2-geschossige Backsteinwohnhaus schließt auf der alten Stadtmauer an das nördliche Stadttor an; hofseitig 7-achsig, zur Erft 6-achsig und Öffnungen im Mühlenteil; zur Erft hin folgt das Gebäude in leichtem Knick dem alten Mauerverlauf, Mauerreste wurden in das Gebäude integriert; um einen gedrückt rechteckigen Hof Backsteinwirtschaftsgebäude, 2 inschriftlich datiert; der an der Mühlenstraße liegende, langgestreckte Trakt ist 1865 datiert; ein Wirtschaftsgebäude in der Verlängerung des Wohnhauses mit rundbogigen Fenster und Einfahrten 1859; ein Gebäudetrakt mit großer Tordurchfahrt schließt die Anlage zur Straße hin ab.
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bedburg, Kaster).

Zustand

1999
Nur der Antriebsmechanismus im Untergeschoss ist erhalten geblieben; Lage: an der Kasterer Mühlenerft, einem Altarm der regulierten Erft
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 166, 167).