Antriebstyp

Name

Zievericher Mühle

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Möltgen, S. 11).
1 Zeichnung (Möltgen, S. 11).
1 Foto (Vogt, Wassermühlenführer, S. 163).
1 Foto (Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 149).
7 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bergheim, Zieverich).
9 Fotos, davon 1 Kopie (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Zievericher Mühle).
2 Pläne (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Zievericher Mühle).
3 Karten (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Zievericher Mühle).
1 Skizze (Archiv des Erftverbands, Akte 411/0).

Quellen:
Archiv des Erftverbands, Akte 411/0: Mühlen Generalia 1867-1923.

Archiv des Erftverbands, Mühlen Wasserbuch (ohne Signatur – Altsignatur: II VB 71.551).

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Wassermühlen Erftkreis Allgemein.

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Zievericher Mühle.

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Bergheim, R-Z.

Literatur:
Möltgen, Manfred:
Wassermühlen an der Erft.
Bergheim o. J. (2001).

Sander, Joseph:
Die Sozialstruktur der 10 Mühlen auf dem heutigen Gebiet der Kommune Bergheim im Jahre 1799.
in: Geschichte in Bergheim. Jahrbuch des Bergheimer Geschichtsvereins e.V., Bd. 10.
Bergheim 2001, S. 163-199.

Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Vogt, Hans:
Niederrheinischer Wassermühlenführer.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Kleve, 2. Aufl. 1999.

Wiesemann, Jan:
Rund um Köln, Bd. 1: Der Westen: Kölner und Jülicher Land.
Bonn 1991.

Zimmermann, Josef:
Bodenkultur und Landschaft der Erftniederung.
(= Bonner Geographische Abhandlungen, Heft 3).
Bonn 1941.

Antriebstyp
Standort

Bergheim-Zieverich
Deutschland

Name

Zievericher Mühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

seit 1243
Die Jülicher Grafen besitzen in Zieverich eine Wassermühle
(Vogt, Wassermühlen, S. 161).

1713
Errichtung der heutigen Wassermühle
(Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 149).

1715
Errichtung des jetzigen Mühlenhofes bei gleichzeitiger Verlegung des Standortes an die jetzige Stelle. Zuvor lag die Mühle einige hundert Meter südlich des heutigen Standortes, wo sie vermutlich von der Burg aus besser geschützt werden konnte.
(Vogt, Wasermühlenführer, S. 161).

1799
Einwohner: Müller Wilhelm Esser, dessen Ehefrau Margaretha Custer, 2 Töchter, 2 Söhne, 2 Mägde, 2 Knechte; die Zievericher Mühle muss eine große Mühle gewesen sein
(Sander, Sozialstruktur, S. 190, 191).

1807/1808
Eintrag „moulin“ in der Tranchot-Karte
(Sommer, S. 292).

1837
Zieverich, Besitzer Walther Esser
(Sommer, S. 292).

1843
Erwähnung der Wassermühle in Zieverich
(Sommer, S. 292).

1870
Freiarche der Paffendorfer Mühle überschreitet die alte Stauhöchstmarke, dadurch Zievericher Mühle nachteilig betroffen
(Möltgen, S. 23, 24).

1901
Zievericher Mühle
Ordin. 64,51: Radachse rechts = F.P. (Festpunkt ?)
Ordin. 62,73: Werkschütz links (Fachbaum)
Ordin. 62,66: Werkschütz rechts (Fachbaum)
Ordin. 62,58: Freiwasserschützen (Fachbaum)
(Archiv des Erftverbands, Akte 411/0).

1902
Zievericher Mühle, Besitzer Gottlieb von Lange
(Sommer, S. 292).

1914
Wassermühlensignatur in der topografischen Karte
(Sommer, S. 292).

um 1950
Die Mühle liegt still
(Sommer, S. 292).

seit etwa 1960
Zievericher Mühle außer Betrieb
(Erftverband: Angaben zur Nutzung von Homepage des Erftkreis-Mühlenkreis e. V. in: Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Wassermühlen Erftkreis Allgemein).
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 161).

1987
denkmalpflegerische Aufnahme
„1715;
ehemaliger Mühlenhof; das weiß geschlämmte Backsteinwohnhaus 2-geschossig, hofseitig traufständig, im Erdgeschoss 5-achsig, im Obergeschoss 4-achsig mit Walmdach; der eingezogene Eingang mit Werksteingewände und Treppenvorbau an der Traufseite, die Fensteröffnungen rechteckig mit Werksteingewände, im Obergeschoss mittige Betonung mit Scheitelstein; zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss Zugankerdatierung: 1715; der rechten, 2-achsigen Giebelfront zweiter Eingang und ehemalige Ladeluke in der Dachzone sowie 1-achsiger, 2-geschossiger Vorbau mit Walmdach und weiterem Eingang; in diesem Anbau wohl ehemals der Mühlenwirtschaftsteil gelegen, Mühlenrad nicht mehr erhalten; die am Mühlenbach gelegene Traufseite mit veränderten Fensteröffnungen; den Hof der Anlage begrenzen 2 rechtwinklig zueinander stehende geschlämmte Backsteinwirtschaftsgebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts, die Scheune mit Veränderungen."

1990, 7. Februar
Eintragung als Baudenkmal
Eintragungstext:
„Das Hauptgebäude des ehemaligen Mühlenhofes stammt aus dem Jahre 1715. Die Datierung ist durch Zuganker zwischen dem Erdgeschoss und dem Obergeschoss gesichert. Das weißgeschlämmte, 2-geschossige Backsteinwohnhaus mit Walmdach liegt traufständig zum Hof und zum Mühlenteich. Der eingezogene Eingang mit Werksteingewände und Treppenvorbau liegt an der Traufseite des Gebäudes. Das Obergeschoss wird durch einen Scheitelstein mittig betont. An der rechten 2-achsigen Giebelseite befindet sich ein zweiter Eingang sowie eine ehemalige Ladeluke in der Dachzone. Weiterhin schließt sich ein 1-achsiger, 2-geschossiger Vorbau mit Walmdach an. In diesem Anbau lag ehemals wohl der Mühlenwirtschaftsteil. Den Hof der Anlage begrenzen 2 rechtwinklig zueinanderstehende geschlämmte Backsteinwirtschaftsgebäude aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Zievericher Mühle ist mit einer Anzahl weiterer Mühlen fester Bestandteil der Erftlandschaft und gibt Zeugnis ab über die damaligen Lebensverhältnisse und Einkünfte der Landesherren. Die Schleusen- und Wehranlage sowie die Gewässerführung im Mühlenbereich mit dem Mühlteich sind fester Bestandteil des Baudenkmals, da sie in besonderem Maße die historische Situation dokumentieren.
Die Zievericher Mühle ist bedeutend für die Geschichte des Menschen, für die gesamte Erftlandschaft, sowie für die Stadt Bergheim. Ihre Erhaltung und Nutzung liegt aus wissenschaftlichen, insbesondere mühlenkundlichen, ortsgeschichtlichen und architekturgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse."
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Zievericher Mühle).

Zustand

1991
Fischteich erhalten, kein Mühlrad dreht sich mehr hier
(Wiesemann, Rund um Köln, Bd. 1, S. 149).

1999
Aus dem Mühlenhaus und den Hofgebäuden ist eine Wohnanlage entstanden, aus dem Mühlenteich ein "Anglerparadies" mit einer "Kaffee-Wirtschaft"
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 161).

2002
Wohnhaus
(Erftverband: Angaben zur Nutzung von Homepage des Erftkreis-Mühlenkreis e. V. in: Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Wassermühlen, Akte Wassermühlen Erftkreis Allgemein).