Antriebstyp

Name

„Bürgerliche“ Rheinmühlen (34 Stück)

Quellen

Abbildungen:
1 Abbildung (Vogt, Wassermühlenführer, S. 46).

Literatur:
Vogt, Hans:
Der Niederrhein und seine Mühlen.
(Hrsg.: Niederrheinischer Mühlenverband e.V.).
Kleve 1999.

Vogt, Hans:
Niederrheinischer Windmühlenführer.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Kleve, 2. Aufl. 1999.

Antriebstyp
Standort

Köln
Deutschland

Region
Gewässer
Name

„Bürgerliche“ Rheinmühlen (34 Stück)

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

ab 1150
Urkunden, die im Kölner Schöffenschrein niedergelegt sind, belegen Eigentumsbewegungen an den Schiffmühlen
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

1260
Erzbischof Conrad setzt unter Berufung auf seine landesherrlichen Hoheitsrechte durch, dass ihm die ideelle Hälfte der Privatmühlen gehörte. Dies war faktisch eine Enteignung und für den Erzbischof eine wichtige Einnahmequelle.
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

Mittelalter
Auf dem Rhein vor Köln wurden im Mittelalter allein 20 bis 30 Schiffmühlen gezählt, in denen das Brotgetreide für die Bevölkerung gemahlen wurde.
(Vogt, Der Niederrhein und seine Mühlen, S. 8).

1276
Zahl der „bürgerlichen“ Schiffmühlen auf dem Rhein mit 34 angegeben. Wann und wo die Bürger die Konzession bekommen haben, ist unklar. Mitgeteilt wird nur, dass man sie „ab antiquo“ (von alters her) besessen habe, also vielleicht schon ab dem 8./9. Jahrhundert, entsprechend dem Aufkommen von Schiffmühlen am Ober- und Mittelrhein.
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

ab 1276
Einrichtung eines „Mühlenschreins“, eine Art „Mühlengrundbuch“, beim Zusammenschluss der „Mühlenerben“ zu einer Genossenschaft. In der Regel betätigten sich die Eigentümer nicht selber als Müller, sondern beschäftigten Angestellte. Die Zahl der Mühlen war bei Gründung der Genossenschaft auf 25 verringert worden, weil man nun gemeinsam und somit effektiver wirtschaften konnte.
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

15. Jahrhundert
Abbildungen von Rheinmühlen vor der Silhouette der Stadt Köln
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 46).

1527
Zahl der Mühlen verringert sich auf acht. Vermutlich passte man sich dem Markt an, auf dem sich in Köln seit einiger Zeit auch die Windmüller betätigten. Die Schiffmühlen hatten Namen, etwa „Ludwig“, „Johann“ und „Lupus“
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

1531
Darstellung des Holzschneiders Anton Woensam aus Worms: acht Schiffmühlen in zwei Reihen, davon eine mit vier Mühlen in der Nähe des Bayernturmes (sic!).
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 46).

bis 1617/1618
Auf alten Ansichten ist zu sehen, dass die acht verbliebenen Mühlen in zwei Reihen quer zum Strom liegen.
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47, 48).

1776
Nur noch fünf Schiffmühlen übrig
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 48).

1802
Bei der Säkularisierung nur noch zwei Schiffmühlen erhalten. Allerdings wurden wieder neue Schiffmühlen gebaut, die aber für die bald beginnende Dampfschifffahrt zu einem ernsten Hindernis wurden.
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 48).

um 1830 /1840
Die Dampfschifffahrt erobert den Rhein, die Flussmühlen wurden ein ernstes Schifffahrtshindernis.
(Vogt, Der Niederrhein und seine Mühlen, S. 9).

1847, Nacht zum 3. März
Die letzte Kölner Rheinmühle sinkt im Sturm und wird nicht wieder ersetzt
(Vogt, Der Niederrhein und seine Mühlen, S. 9 [nur Jahreszahl angegeben]).
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 48).