Antriebstyp

Name

Windmühle an der Porta Clericorum = Windmühle bei der Pfaffenpforte

Quellen

Literatur:
Sydow, Helmut / Großmann, G. Ulrich:
Die Bockwindmühle.
(= Einzelführer des Westfälischen Freilichtmuseums Bäuerlicher Kulturdenkmale Detmold - Landesmuseum für Volkskunde, Heft 2).

Vogt, Hans:
Der Niederrhein und seine Mühlen.
(Hrsg.: Niederrheinischer Mühlenverband e.V.).
Kleve 1999.

Vogt, Hans:
Niederrheinischer Wassermühlenführer.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Kleve, 2. Aufl. 1999.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Krefeld 2005.
Detmold 1982.

Antriebstyp
Standort

Hohe Straße / Burgmauer
Köln
Deutschland

Region
Name

Windmühle an der Porta Clericorum = Windmühle bei der Pfaffenpforte

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1222
Errichtung der hölzernen Bockwindmühle; Lage: nahe dem heutigen Hauptbahnhof
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

1222
Erwähnung der Bockwindmühle
(Sydow / Großmann, S. 20).

1222
Erwähnung der ersten Mühle in Deutschland in den Kölner Schreinsurkunden als „molendinum ad ventum“ (= Windmühle); Lage: an der Pfaffenpforte zwischen Dom und Hauptbahnhof
(Vogt, Der Niederrhein und seine Mühlen, S. 7).

1222
In den Schreinskarten von St. Columba findet sich unter 1222, Bl. 3 a, die Grundstücksbeschreibung: „... area, quam aedificarunt Marcmannus et uxor sua Irmegardis in Berlico prope molandinum ad ventum – das Gelände im Berlech (Gebiet am Rande der nördlichen Mauer), wo Marcmannus und seine Ehefrau Irmegardis nahe der Windmühle (ein Haus) gebaut haben.“ Diese Windmühle ist historisch besonders bedeutsam, weil sie die erste beklannte Windmühle auf deutschem Boden ist. Nach Keussen stand die Mühle „auf der Burgmauer“ bei der Pfaffenpforte (porta clericorum). Die Mühle „soll schon vor dem 13. Jahrhundert“ vorhanden gewesen sein (so Keussen). Wem bie Mühle gehörte, ist nicht bekannt; wegen ihrer Nähe zum Dom kommen sowohl das Domkapitel und der Erzbischof in Betracht. Städtisch war sie wohl nicht, da die Unabhängigkeit Kölns vom Erzbischof erst später erstritten wurde.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 431, 433).

vor 1250
Letzte Erwähnung der Windmühle in den Schreinskarten von Niederich als „molendino in montiacolo – Windmühle auf dem Hügel“
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

2. Hälfte des 13. Jahrhunderts
Aus dem Standort im späteren Stadtmittelpunkt und aus der baldigen Einbeziehung des Außenbezirks Niederich in den größeren Stadtbereich kann gschlossen werden, dass die Mühle in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aufgegeben wurde.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).