Antriebstyp

Name

Gereonsmühlenturm

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis Köln 12.2, S. 73).
1 Abbildung (Sommer, S. 298).

Quellen:
Stadtkonservator Köln, Mühlen bzw. ehemalige Mühlenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, Stand: April 2004.

Literatur:
Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Stadt Köln (Hrsg.):
Denkmälerverzeichnis 12.2. Köln Neustadt.
Köln 1983.

Vogt, Hans:
Niederrheinischer Wassermühlenführer.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Kleve, 2. Aufl. 1999.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

Gereonswall 108
Köln
Deutschland

Region
Name

Gereonsmühlenturm

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1180
Beginn des Stadtmauerbaus
(Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis Köln 12.2, S. 72).

Ende 14. Jahrhundert
Errichtung des Gereonswindmühlenturms
(Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis Köln 12.2, S. 72).

um 1400
Bau der Stadtbefestigung; drei Stadttürme werden mit Flügeln und Mahlwerken ausgestattet
(Vogt, Wassermühlenführer, S. 47).

um 1400
Die Gereonsmühle hat ihren Namen von ihrer Lage im Pfarrbezirk St. Gereon im Nordwesten der Kölner Kernstadt. Sie wurde um 1400 – nach Keussen sogar noch früher – auf einem der Türme der Stadtmauer von 1200 / 1250 erbaut. Baumaterialien des Turms waren Basalt, Trachyt und Backstein. Die Haube der Mühle bestand aus einem geschweiften Dach mit Ausbuchtungen für die Flügelachse. An der Westseite des Turms befanden sich eine Rossmühle und Nebengebäude. Der Galerieumgang ist aus Stein und liegt stadtseitig auf Arkaden, die bis zur Höhe der Stadtmauer reichen.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

1446
Bau einer steinernen Windmühle auf einem Turm des Gereonswalls
(Sommer, S. 298).

1588
Erneuerung
(Sommer, S. 298).

1720
Veränderung des Mahlwerks durch den Mühlenbauer Franz Bornheim.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

1720
Veränderung des Mühlenwerks
(Sommer. S. 298).

1752
Erwähnung als "Gereonsmühl"
(Sommer, S. 298).

1808
Instandsetzung unter Stadtbaumeister P. Schmitz für 8610 Francs
(Sommer, S. 298).

1838
Verkauf der Mühle an Andreas Hochkirchen für 1440 Taler
(Sommer, S. 298).

1838
Verkauf der Mühle an Andreas Hochkirchen
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

1847
Die Gereonswindmühle soll verkauft werden. Das Mindestgebot steht bei 3000 Talern. Die Mühle ist größtenteils aus Basalt gebaut und mit Schindeln gedeckt. Sie besitzt vier Flügel, einen auf acht Pfeilern überwölbten, etwa 20 Fuß hohen Umgang, 3 von diesem Umgang ausgehende Türen, 2 Fenster oberhalb des Umgangs sowie 3 Fenster auf der Nordseite. Auf der Westseite stößt daran eine Roßmühle mit Ziegeldach, daneben liegt zwischen Stadtmauer und Wall ein Obstgarten, an dessen Ende ein zur Mühle gehöriges, in Holz gebautes und mit Ziegelsteinen ausgefachtes einstöckiges Haus mit "englischem Dach" steht. Dieses hat 2 Türen 6 Fenster in der Front und 10 Fenster im Dach. Hinzu kommt ein Hofraum mit Stallungen. Dei genannten Baulichkeiten werden vom "Drittbesitzer" Balthasar Herbertz bewohnt. Die beiden anderen Besitzer sind der Rechtspraktikant Salomon Gottschalk und die Eheleute Andreas Hochkirchen, früher Müller, jetzt Wirt.
(Sommer, S. 298).

1851
Erneuerung
(Sommer, S. 298).

1908
Die Mühle fällt wieder an die Stadt.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

1980er Jahre
Restaurierung
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 433).

Zustand

2004
Versammlungsstätte, daneben Wohnhaus
(Stadtkonservator Köln, Mühlen bzw. ehemalige Mühlenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, Stand: April 2004).

2005
Nutzung als Jugendtreff
(Vogt, Rheinischer Windmühlenführer, S. 433).