Antriebstyp

Name

Mühlenhof

Quellen

Abbildungen:
1 Foto (Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis 12.3., S. 31).
1 Plan (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Windmühlen, Akte Mühlenhof Köln-Godorf).
1 Foto (Sommer, S. 333).

Quellen:
Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv, Akte "Köln-Godorf, Mühlenhof [Mühlenturm]"

Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv Technik- und Industriedenkmalpflege, Windmühlen, Akte Mühlenhof Köln-Godorf.

Stadtkonservator Köln, Mühlen bzw. ehemalige Mühlenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, Stand: April 2004.

Literatur:
Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Stadt Köln (Hrsg.:)
Denkmälerverzeichnis 12.3. Köln, Stadtbezirke 2 und 3 (Rodenkirchen und Lindenthal).
Köln 1984.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e.V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

Mühlenhof (ohne Nummer)
Köln-Godorf
Deutschland

Region
Name

Mühlenhof

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

1735
Der Stadtmüller Jakob Stemmler aus Brühl errichtet eine Bockwindmühle
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 443, 445).

1789
Beim Mühlenhof siedelt sich eine Glashütte an, die vom Kölner Kurfürsten stark gefördert wird. Sie kann sich hier auch nur bis zum Ende der Franzosenzeit (1814) halten. Die Windmühle muss in dieser Zeit wohl aber weitergelaufen sein, da sie in der Tranchot-Karte erwähnt wird.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1807/1808
Die „Moulin de Godorf“ in der Tranchot-Karte ist eine Vorgängerin aus Holz.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 443).

1807/1808
Eintragung als "moulin de Godorf" in der Tranchot-Karte
(Sommer, S. 333).

1830
Die den Erben Glasmacher gehörende Windmühle zu Godorf mti zwei Mahlgängen und einer Gerstenschälmühle und das Fabrikgebäude, in dem sich eine Roßmühle befindet, sollen verpachtet werden
(Sommer, S. 333).

1841
Bau des Godorfer Mühlenturms in sichtbarem Backstein; einfachste, technisch notwendige Form
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv, Akte „Köln-Godof, Mühlenhof [Mühlenturm]“).

1843
Erwähnung einer Windmühle in Godorf
(Sommer, S. 333).

1849
Die Kastenmühle wird durch eine Turmwindmühle ersetzt. Deren Bauherr heißt Glasmacher, dessen Familie auch schon die Bockwindmühle bewirtschaftet hatte. Der Mühlenturm erhält sieben Stockwerke und ist mit seinen 45,00 m außergewöhnlich hoch. Noch im gleichen Jahr wird der Mühlenhof von Glasmacher an Peter Wirtz verkauft
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1849
Inschriftliche Datierung auf einer Steintafel über der Toreinfahrt: „Von den Eheleuten Joseph Glassmacher und Anna Cath. Lempe wurde diese Mühle im Jahr 1849 erbaut“.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 443).

1849
Peter Wirtz kauft die Windmühle in Godorf vom Müller und Ackerer Josef Glasmacher für 3000 Taler
(Sommer, S. 333).

um 1850
Bau des Godorfer Mühlenturms
(Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis 12.3., S. 30).

bis 1890
Mahlbetrieb mit Windkraft; dann wird der Betrieb auf Dampf umgestellt
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

1910
Umstellung des Antriebs auf Elektrizität
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).

bis 1959
Godorfer Mühlenturm noch in Betrieb
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv, Akte „Köln-Godof, Mühlenhof [Mühlenturm]“)

1974
Godorfer Mühlenturm restaurierungsbedürftig; Dach völlig verfallen, Mahlwerk ausgebaut
(Werbekurier vom 15.08.1974 – Auszug in: Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv, Akte „Köln-Godof, Mühlenhof [Mühlenturm]).

1980
Der Kunsthandwerker Hermann Schmitz zieht auf den Mühlenhof.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 443).

1981-1983
Restaurierung
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Archiv, Akte „Köln-Godof, Mühlenhof [Mühlenturm]“)

1984
Turm und 1geschossiger Anbau als Reste einer Hofanlage, Backsteinfassaden
(Stadt Köln, Denkmälerverzeichnis 12.3., S. 30).

um 1995
Die neuen Flügel haben nur 15 Jahre gehalten und auch die neue hölzerne Galerie ist abgefallen. Nur noch die eisernen Auflager ragen wie Stacheln ringsum aus dem Turm heraus.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 443).

Zustand

2004
Lagergebäude
(Stadtkonservator Köln, Mühlen bzw. ehemaligen Mühlenanlagen auf dem Gebiet der Stadt Köln, Stand: April 2004).

2005
Der Turm dient als Lager. Nur die alten Holzböden sind noch erhalten.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 445).