Antriebstyp

Name

Brauweiler Turmwindmühle

Quellen

Abbildungen:
3 Fotos (Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Brauweiler)
1 Zeichnung (Sommer, S. 296).

Quellen:
Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Brauweiler, Dansweiler, Freimersdorf, Geyen, Ingendorf, Manstedten, Orr

Literatur:
Heidenbluth, Daniel:
Mühlenforschung. Mühlen der Erhaltungskategorie A.
Köln 2000.
(Manuskript, Exemplar im Kreisarchiv des Rhein-Erft-Kreises, Bergheim).

Sommer, Susanne:
Mühlen am Niederrhein. Die Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814-1914).
(= Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland, Bd. 19).
Köln / Bonn 1991.

Vogt, Hans:
Die Rheinischen Windmühlen.
(Hrsg.: Verein Niederrhein e. V.).
Krefeld 2005.

Antriebstyp
Standort

Mühlenstraße 48
Pulheim-Brauweiler
Deutschland

Name

Brauweiler Turmwindmühle

Eigentümeraddresse

Deutschland

Geschichte

ohne Datierung
Die Äbte des Benediktinerklosters Brauweiler geboten als Territorialherren über die Herrlichkeit, als geistige Obere über den Ordenskonvent und als Unternehmer auch über eine Bockwindmühle. Diese Mühle war die Vorgängerin der heutigen steinernen Mühle.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 421).

Ende 18. Jahrhundert
Abbildung einer Bockwindmühle bei Brauweiler
(Sommer, S. 295).

1807/1808
Windmühlensignatur in der Tranchot-Karte
(Sommer, S. 295).

1810
Die Windmühle brennt ab; Wiedererrichtung als steinerne Turmwindmühle
(Sommer, S. 295).

1810
Bau der Windmühle
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Brauweiler).

1810
Errichtung der heutigen steinernen Windmühle; zu jener Zeit war aller Klosterbesitz zwar bereits säkularisiert, aber das jetzt weltliche Mühlengemäuer ist dennoch nicht ganz frei von Geistlichkeit, denn es wurde aus dem Abbruchmaterial der alten Laurentiuskapelle von 1085 aufgebaut. Ein Stein unter der Abdeckung des Mühlenturmes verrät außer dem Baujahr auch noch den Namen des Baumeisters: Amandus Stark. Er war vermutlich ein Verwandter des Baumeisters der Mühle von Oberaußem. Dort hatte sich nämlich 1813 ein Gabriel Stark in Stein verewigt.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 421).

1830
Brauweiler, 1 Windmühle
(Sommer, S. 295).

1843
Brauweiler, Windmühle
(Sommer, S. 295).

1952
Schließung der Mühle
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 421).

1952
Stilllegung
(Sommer, S. 296).

um 1985
äußerliche Restaurierung des Baukörpers
(Heidenbluth, Mühlenforschung, Mühlen der Erhaltungskategorie A, Turmwindmühle Brauweiler).

1987/1988
Beginn der Instandsetzung des Baudenkmals; zu einer neuen Haube und einem neuen Flügelkreuz hat es jedoch nicht gereicht.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 421).

1988
denkmalpflegerische Aufnahme
Mühlenstumpf als Rest der ehemaligen Windmühle; über einem Sockel mit stichbogigem Einfahrtstor der Mühlenstumpf aus Backstein mit stichbogigen Fenstern, in seinem unteren Teil wiederverwendete Tuffsteine von der 1810 abgebrochenen Laurentiuskapelle; auf dem Stumpf neuere Abdeckung, unter dieser befindet sich ein Stein mit der Inschrift: „AMANDUS STARK 1810“; zur Mühle gehörig 4-seitige Hofanlage in Backstein; vor dem Portal des Wohnhauses Mühlstein, zum Trittstein umfunktioniert mit der Datierung 1872.
(Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Zentrales Denkmälerarchiv, 7: Pulheim, Brauweiler).

Zustand

2000
offensichtlich fehlen hier die ursprüngliche Kappe und das Flügelkreuz
(Heidenbluth, Mühlenforschung, Mühlen der Erhaltungskategorie A, Turmwindmühle Brauweiler).

2005
Der Turm dient als Abstellraum für Karnevalsrequisiten. Aus dem Mühlenhof ist ein Reiterhof geworden.
(Vogt, Rheinische Windmühlen, S. 421).